Praxisbetrieb trotz Stromausfall: Wie gute Vorbereitung Versorgung sichert
06.02.2026 - Vor vier Wochen legte ein gezielter Anschlag die Stromversorgung in Teilen Berlins für mehrere Tage lahm. Auch ambulante Gesundheitseinrichtungen waren von dem Ausfall betroffen. Wie eine psychotherapeutische Praxis im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ihren Betrieb dennoch aufrechterhalten konnte, zeigt ein Beispiel aus der Praxis – mit Unterstützung von daten-strom.
Während viele Einrichtungen gezwungen waren, Termine abzusagen, konnte die psychotherapeutische Praxis von „Verena Müller“ (Name geändert) ihren Praxisbetrieb fortführen. Der Stromausfall begann am 03. Januar 2026 und stellte die Praxis vor eine außergewöhnliche Situation.
Frühzeitige Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten
„Als klar war, dass dieser Stromausfall nicht kurzfristig behoben werden kann, habe ich bereits am Samstag meine Patientinnen und Patienten darüber informiert, dass die Behandlungsstunden ab Montag und folgende Tage stattfinden können – sofern sie mit den Umständen einverstanden sind“, berichtet Frau Müller.
„Es war absehbar, dassDie meisten wollten ihre Termine nicht absagen und waren sehr dankbar, dass die Gespräche stattfinden konnten.“
Um die niedrigen Temperaturen auszugleichen, bereitete sich die Praxisinhaberin pragmatisch vor: „Ich habe zusätzliche Decken mitgebracht und einen gasbetriebenen Heizstrahler genutzt, der für belüftete Räume zugelassen ist. So konnten die Praxisräume zumindest zeitweise beheizt werden.“
Plan B für die IT: entscheidend für den Praxisbetrieb
Besonders kritisch ist bei Stromausfällen die IT-Infrastruktur. Die ursprüngliche Standardausstattung der Praxis bestand aus einem Notebook und einem eHealth-Kartenterminal mit Anbindung an ein TI-Gateway – eine Konfiguration, die bei längerem Stromausfall schnell an ihre Grenzen stößt.
Bereits im Vorfeld hatte daten-strom gemeinsam mit der Praxis einen Notfallplan (Plan B bei Stromausfall) umgesetzt. Die Praxis wurde mit einer tragbaren USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) zum Laden des Notebooks sowie mit einem USB-Kartenlesegerät ausgestattet.
Da Frau Müller privat nicht im betroffenen Gebiet wohnt, konnte sie Notebook und USV abends zu Hause aufladen und am nächsten Morgen wieder mit in die Praxis nehmen. „Telefonisch war ich für meine Patienten jederzeit erreichbar – über mein vollständig geladenes Smartphone“, ergänzt sie.
© daten-strom.Medical-IT-Services GmbH · erstellt mit KI-Unterstützung: Mehr als nur „Notbetreuung“ – Praxisbetrieb lief trotz Stromausfall weiter.
Versorgung ohne Komforteinbußen
Auch organisatorische Herausforderungen ließen sich lösen. „Dass die Türklingel nicht funktionierte, war kein großes Problem. Ich habe die Patientinnen und Patienten darüber informiert, dass ich sie zum vereinbarten Termin an der Haustür abhole.“
Besonders wichtig war der Praxisinhaberin, dass keine Termine abgesagt werden mussten: „Patiententermine sind für den Behandlungserfolg enorm wichtig. Jeder ausgefallene Termin kann therapeutische Prozesse gefährden – und lässt sich oft nicht kurzfristig nachholen. Zudem bedeuten Ausfälle für eine Praxis auch finanzielle Einbußen.“
eGK-Einlesen auch ohne Netz-Strom sichergestellt
Trotz der Ausnahmesituation konnte Frau Müller jede elektronische Gesundheitskarte (eGK) einlesen und die Dokumentation im Praxisverwaltungssystem zeitnah erledigen.
„Gerade bei Patientinnen und Patienten, die vielleicht nur einmal in die Praxis kommen, ist das Einlesen der Karte entscheidend. Sonst fehlt mir der Abrechnungsschein. Das Ersatzverfahren kann und sollte wirklich nur eine Ausnahme sein“, erklärt sie.
Fazit: Vorbereitung schafft Handlungssicherheit
„Der Stromausfall war belastend“, fasst Frau Müller zusammen, „aber dank der vergleichsweisen autarken Ausstattung und einer Stromversorgung, die meine EDV über den Praxistag hinweg zuverlässig versorgt hat, konnte ich den Betrieb unter ungewöhnlichen Bedingungen fortführen.“
Das Beispiel zeigt eindrücklich: Technische Vorsorge und einfache, durchdachte Notfallkonzepte können im Ernstfall entscheidend dazu beitragen, die ambulante Versorgung aufrechtzuerhalten.
daten-strom unterstützt Praxen und medizinische Einrichtungen dabei, ihre IT-Infrastruktur auch auf Ausnahmesituationen vorzubereiten – für mehr Betriebssicherheit, Versorgungskontinuität und Handlungsspielraum.
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