Botnetze – eine unsichtbare Gefahr im Internet

Botnetze gehören zu den häufigsten und zugleich gefährlichsten Werkzeugen der Cyberkriminalität. Dabei übernehmen Angreifer fremde Geräte und nutzen sie unbemerkt für kriminelle Zwecke. Betroffen sind längst nicht mehr nur klassische Computer, sondern nahezu alle internetfähigen Geräte. Das Gesundheitswesen steht im Fokus der Angreifer.

Was sind Botnetze?

Der Begriff Botnetz setzt sich aus den englischen Wörtern „bot“ (Kurzform von robot) und „net“ (Netzwerk) zusammen. Im IT-Kontext bezeichnet ein Bot einen Computer oder ein anderes Gerät, das durch Schadsoftware infiziert und anschließend fernsteuerbar ist. Mehrere solcher kompromittierten Geräte werden zu einem Botnetz zusammengeschlossen und zentral von Cyberkriminellen kontrolliert.

Wie funktionieren Botnetze?

Wird ein Gerät mit Schadsoftware infiziert, übernimmt der Angreifer die Kontrolle darüber, ohne dass die Eigentümerin oder der Eigentümer dies bemerkt. Der infizierte Rechner wird damit zum Tatmittel und führt Befehle aus, die er von den Betreibern des Botnetzes erhält.

Diese Befehle werden über einen sogenannten Command-and-Control-Server (C&C-Server) übermittelt. Über diesen Kommunikationskanal können die Angreifer tausende oder sogar Millionen infizierter Geräte gleichzeitig steuern.

Wofür werden Botnetze eingesetzt?

Illegale Botnetze werden unter anderem genutzt für:

  • den Versand großer Mengen an Spam-E-Mails
  • DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service), bei denen Webseiten oder Online-Dienste lahmgelegt werden
  • das Ausspähen von Zugangsdaten und sensiblen Informationen in Praxen
  • die missbräuchliche Nutzung von Rechenleistung und Internetanbindung

Dabei können nicht nur Netzwerkressourcen, sondern auch lokale Daten der betroffenen Praxis-Geräte missbraucht werden.

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Besonders gefährdet: IoT-Geräte

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass zunehmend sogenannte IoT-Geräte (Internet of Things) ins Visier von Angreifern geraten. Dazu zählen unter anderem:

  • Webcams
  • Drucker
  • Smart-TVs
  • vernetzte Kameras und andere smarte Endgeräte

Diese Geräte sind häufig unzureichend abgesichert, direkt aus dem Internet erreichbar oder enthalten bekannte Sicherheitslücken. Dadurch lassen sie sich vergleichsweise leicht kompromittieren und in Botnetze integrieren.

Wer steuert ein Botnetz?

Die Kontrolle über ein Botnetz liegt beim sogenannten Botnetz-Operator, auch Bot-Master oder Bot-Herder genannt. Er überwacht die infizierten Geräte, verteilt Befehle und koordiniert die kriminellen Aktivitäten über die zentrale Steuerungsinfrastruktur.

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Wie kann man sich vor Botnetzen schützen?

Ein wirksamer Schutz vor Botnetzen basiert auf grundlegenden IT-Sicherheitsmaßnahmen:

  • Regelmäßige Updates von Betriebssystemen und Anwendungen
  • Einsatz von aktueller Viren- und Schadsoftware-Schutzlösung
  • Sichere Passwörter und – wenn möglich – Multi-Faktor-Authentifizierung
  • Deaktivieren nicht benötigter Dienste und Fernzugriffe
  • Absicherung von IoT-Geräten (z. B. Passwort ändern, Updates einspielen, Internetzugriff beschränken)

Wer diese Maßnahmen konsequent umsetzt, reduziert das Risiko erheblich, das die Praxis-IT ein Teil eines Botnetzes wird.

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